Vortrag: Das verschwundene Radolfzell – Baudenkmäler zwischen Erinnerung und Vergessen

Vortrag: Das verschwundene Radolfzell – Baudenkmäler zwischen Erinnerung und Vergessen

Vortrag: Das verschwundene Radolfzell – Baudenkmäler zwischen Erinnerung und Vergessen

Vortrag: Das verschwundene Radolfzell – Baudenkmäler zwischen Erinnerung und Vergessen

12. November 2026
19.00 Uhr
Radolfzell, Friedrich-Werber-Haus, Marktplatz, hinter dem Pfarrhaus

Viele einst prägende Gebäude – vom „Karrensteig“ über das Strandcafé von 1928 bis zum Gefängnis „Café Achteck“ – existieren nur noch in Erzählungen. Andere, weniger bekannte Bauwerke sind nahezu vollständig aus dem Gedächtnis verschwunden. Gründe für den Verlust sind nicht nur Umbauten und Modernisierungen, sondern auch Brände, die große Teile der Altstadt zerstörten. Historische Fotos zeigen, wie reich gestaltet Radolfzell einst war: charakteristische Aufzugsgauben, kunstvolle Fensterläden, zahlreiche Erker – rund 30 davon kann Stadler baugeschichtlich nachweisen. Fehlendes Bewusstsein führte zu gravierenden Verlusten wie dem Abbruch des Obertorturms 1870 oder dem Entfernen bedeutender Fassadenmalereien. Besonders einschneidend war der illegale Abbruch eines Teils der Stadtmauer in der Höllturmpassage. Um 1900 waren noch 80 % der Mauer erhalten, heute nur noch etwa 20 %. Mit jedem verlorenen Denkmal schwindet ein Stück Identität und Unverwechselbarkeit der Stadt.

Referent: Christof Stadler, Historiker und Schulleiter

Gebühr: 5,00 € | Anmeldung erforderlich unter museum@radolfzell.de

Stadtmuseum Radolfzell

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